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Auf dem Weg in den dritten Weltkrieg?

von V.J.Oehen, e. NationaIrat, Nottwil

Vor Monaten warnte ich in einem Aufsatz vor falschen Hoffnungen für eine friedlichere Welt, da die imperiale USA sichtbar an Einfluss in der Welt verliere. Ich wies darauf hin. dass jede Grossmacht zu gefährlichen Schritten auf der politischen Ebene neige, um ihre Position als Weltmacht zu halten.

Tatsächlich sind wir heute Zeugen von Entwicklungen, die diese Warnung sehr wohl als gerechtfertigt erscheinen lassen.

  • Es ist offensichtlich, dass die Dollar-Währung schrittweise an Bedeutung verliert. Dies ist nicht nur am Wechselkws Franken/Dollar von noch 1 : 0,89 zu erkennen.; vor wenigen Jahrzehnten war es noch l : 4,5 - sondern auch an der Tatsache, dass z.B. Russland seine Energielieferungen an Europa in Zukunft in Euro und Rubel abgerechnet haben will. Eine gleichartige Absicht besiegelte seinerzeit das Schicksal von Saddam Hussein und brachte den Tod von Hundertausenden unschuldiger Menschen im Irak.
  • Seit vergangenem März verkaufen Russland und China US- Staatsanleihen, die kaum noch das Papier wert sind auf dem sie gedruckt sind. Und die USA zwingen ihre "Freunde" diese zum Nennwert zu kaufen. So soll z.B. Belgien bereits solche Nonvaleurs für über 200 Milliarden Dollar gekauft haben.
  • Der Generalsekretär der NATO - Rasmussen - fordert jüngst die Mitgliedsstaaten zu vermehrter Aufrüstung auf. Russland habe in den letzten Jahren sein Militär-Budget um 10 % aufgestockt und seit den Vorfällen auf der Krim habe sich die Sicherheitslage in Europa markant verschlechtert.
  • Und dies während die NATO die militärischen Grenzen immer tiefer ins ursprünglich russische Einflussgebiet voranschiebt und die USA trotz leiser Sparübungen noch immer über 50 % des weltweiten Aufwandes für militärische Rüstungsgüter, Forschungen und verdeckte Kriegsführungen ausgibt.
  • Und die NATO (lies USA) brechen laufend die Versprechungen ihren militärischen Einflussbereich nicht in das jahrzehntelange Einflussgebiet der seinerzeitigen SU hinein auszudehnen. Man denke an die europäischen Oststaaten, an Georgien, an die Ukraine, an die arabischen Staaten und an Polen!
  • Nach dem Urteil gewiegter Kenner der Szene kann die USA nur noch durch einen Krieg vor einem dramatischen Abstieg ihres weltpolitischen Einflusses gerettet werden. Und mit diesem katastrophalen Mittel haben die USA reiche Erfahrungen gesammelt.

    Seit 1775 waren die USA an 223 Konflikten und Kriegen aktiv beteiligt oder haben diese selbst ausgelöst. Konflikt Nr. 223 war übrigens die Anstiftung, Vorbereitung, Finanzierung und Durchführungen des bewaffneten Umsturzes in der Ukraine! - Aber selbstverständlich sind jetzt die "bösen" Russen an den dortigen Auseinandersetzungen schuld!

    Vor Jahren haben wir gewarnt, dass in Syrien ein "Stellvertreter-Bürgerkrieg" ausbrechen werde, da dieses Land einem erfolgsversprechenden Angriff auf den Iran im Wege stehe. Inzwischen haben sich die schlimmsten Befürchtungen erfüllt. Die Saat der US-Geheimdienste und des israelischen MOSSAD gehen wie geplant auf. Aber weder Syrien noch der Iran sind bis heute in die Knie gegangen.

    Verwundert es noch, dass soeben bekannt wird, dass der enge Freund von Netanjahu, der superreiche Sheldon Adelson öffentlich anregt, den Iran mit Atombomben zu vernichten! Und dass die israelische Regierung die Friedensgespräche mit den Palästinensern abgebrochen hat, angeblich weil die HAMAS jetzt in die palästinensische Regierung eingebunden wurde. Als ob das im Interesse einer friedlichen Entwicklung nicht höchst wünschenswert war!

    Im fernen Osten gehen die USA zurzeit offensichtlich auf Konfrontationskurs gegen China. Dieses stelle territoriale Ansprüche im südchinesischen Meer, die von Anrainerstaaten (Vietnam und den Philippinen) bestritten werden. Selbstverständlich mit der wohlwollenden Unterstützung Japans und der USA; wobei letztere selbstverständlich nationale Interessen jenseits des Pazifik geltend macht.

  • Bereits werden verbale Attacken geritten, wie wir sie vom Kalten Krieg her noch in böser Erinnerung haben.
  • Spezilisten betonen, dass sich die USA (und die EU-Staaten) nur noch durch einen Weltkrieg aus ihrem finanziellen Desaster retten können.

    Beten wir zu Gott, dass diesen Mächten noch etwas Gescheiteres in den Sinn kommt als Krieg zu führen. Zum Beispiel die Aufgabe der irrwitzigen Finanzordnung mit dem Überschwemmen der Weltwirtschaft mit wertlosen Dollars, die Abschaffung des Zinseszins-Debakels mit den Millionen von Arbeitslosen in den EU-Staaten, den Millionen Hungernden in den Drittwelt Ländern, usw. usf.
    Das "fromme" Amerika könnte sich wieder einmal die biblische Mahnung erinnern, die Schwerter in Pflugscharen zu verwandeln!

    April 2018